Gleichberechtigung und Lohngleichheit? Weiterhin eine Illusion!

„Equal Pay Day“

Am 18. März „feiern“ wir den „Equal Pay Day“ (EPD) – ein Tag, den wir feiern müssen. Denn wahrlich würden wir auf diesen wenig erfreulichen Tag lieber verzichten. Er markiert nämlich den Zeitpunkt, ab dem Frauen in Deutschland statistisch gesehen Geld für ihre geleistete Arbeit verdienen. An den bisherigen 77 Tagen des Jahres 2019 wurden – so die Statistik – lediglich Männer entlohnt.

Aus der Stellungnahme von Gabriele Zorn, Präsidentin Soroptimist International Deutschland:

"Der sogenannte Gender Pay Gap beträgt in Deutschland, wie bereits erwähnt, unbereinigt 21 Prozent (EU-Durchschnitt: 16 Prozent). Laut Statistischem Bundesamt stehen dem durchschnittlichen Stundenbruttoverdienst der Männer von 21 Euro ein Wert von 16,59 Euro bei Frauen gegenüber. Sicherlich gibt es strukturelle Gründe und Erklärungen, die dieses Ungleichgewicht herbeiführen. Bevor ich auf diese eingehe, möchte ich Ihnen jedoch den bereinigten Gender Pay Gap näherbringen. Hier werden genau diese unterschiedlichen Gegebenheiten von Männern und Frauen herausgerechnet. Das Ergebnis: Frauen verdienen bei gleicher Tätigkeit und vergleichbarer Qualifikation immer noch sechs Prozent weniger. Für diese Zahl gibt es keine Erklärungen, keine Rechtfertigungen. In meinen Augen ist das blamabel für ein Land, das fortschrittlich und modern sein möchte.
Festgefahrene Strukturen müssen aufgebrochen werden"

 

SOROPTIMIST DEUTSCHLAND PREIS 2019

„Die Astronautin“

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird 2019 Claudia Kessler für ihr Projekt „Die erste deutsche Astronautin“ verliehen. Junge Mädchen und Frauen für die Raumfahrt, Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu begeistern und die erste deutsche Frau im Jahr 2020 ins Weltall bringen, ist das Ziel der Initiative „Die Astronautin“.

Soroptimist International Deutschland lädt herzlich ein zur feierlichen Verleihung des Soroptimist Deutschland Preises 2019 unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Frau Dr. Franziska Giffey. Der Preis wird am Freitag, 8. März 2019 (Weltfrauentag), von 11:00 Uhr – 14:00 Uhr in der Universitätsaula der Justus-Liebig-Universität Gießen, Ludwigstraße 23 · 35390 Gießen verliehen. Einlass nur nach vorheriger Anmeldung bei der Geschäftsstelle von Soroptimist International Deutschland. soroptimist(at)soroptimist.de

„Die Astronautin“

Die Ziele der Initiative sind:
- Mädchen und junge Frauen für die Raumfahrt sowie Naturwissenschaften und Technik begeistern

- Wissenschaft und Forschung an Bord der ISS unterstützen und die Ergebnisse der Wissenschaft zugänglich machen

- Organisation, Planung und Durchführung der Forschung der ersten deutschen Astronautin im Weltall

- Intensive Vorbereitung auf der Erde

- Begleitung des Fluges

- Aufenthalt auf der Raumstation ISS und anschließende Rückkehr


Diese Mission begeistert vor allem junge Mädchen und Frauen für die Raumfahrt, Naturwissenschaften, Mathematik und Technik – und zwar durch eine umfangreiche Bildungs- und Förderstrategie.

Ebenso zentral sind Experimente auf der Internationalen Raumstation ISS, die wichtige wissenschaftliche Daten erheben sollen. Das Projekt erwartet neue Erkenntnisse zur weiblichen Physiologie und Psychologie. Und auch in den Bereichen Physik, Geowissenschaften und Klimaforschung sind Experimente in Planung.

„Astronautin“ zeigt gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, dass die kommerzielle Raumfahrt immer wichtiger wird. Die Chancen solch einer unabhängigen Mission sind vielfältig: von der freien Planung von Partnerschaften und Kooperationen bis hin zum Aufbau der Mission selbst.


Weiter Informtionen unter www.dieastronautin.de

© Astronautin

© Astronautin

 

Nationale Projekte

Projekte von SID

  • Mentoring Projekt der Deutschen Union
  • Aktion "Herz in Gefahr"

Radikal gegen Radikalisierung

Soroptimist International Deutschland setzt sich für dauerhafte Prävention gegen Extremismus ein

„Soroptimistinnen stehen ohne Einschränkung für Demokratie, Menschenrechte, Frauenrechte, Kinderechte und Vielfalt“ sagt Barbara Kohl, Präsidentin SI Deutschland. SI Deutschland mit seinen über 6000 Mitgliedern bundesweit bringt sich in vielen gesellschaftlichen Bereichen ein in Präventionsarbeit und Deradikalisierung. Um die nachhaltige Wirkung dieser Arbeit zu verstärken, fordert SI Deutschland
 
    •    die Debattenkultur an aktuellen Themen zu trainieren mit dem Ziel, autonomes Denken zu entwickeln
    •    in den Schulen politische Bildung und Ethikunterricht möglichst als Pflichtfächer einzurichten
    •    Pädagogen so auszubilden, dass sie mit dem Phänomen der ideologischen Verführung und Radikalisierung umgehen und gegensteuern können
    •    die digitale Aufklärung über Gefahren des Radikalismus außerhalb der Schulen zu unterstützen. Kinder und Jugendliche sollen über das Internet erreicht, ihre  Vorbilder wie Musiker, Sportler, Comedians und Kabarettisten eingebunden werden.
 
 „Wir wollen allen jungen Menschen vermitteln, dass sie zu dieser Gesellschaft und in diesen Staat gehören. Sie sollen sich für demokratische Werte und Normen begeistern. Es ist uns wichtig, dass politische Kräfte dieses Anliegen so entschieden vertreten, wie wir das tun.“ Barbara Kohl, Präsidentin SI Deutschland


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