Benefiz-Kleidermarkt von Soroptimist International Club Lüneburg: Nachhaltige Mode für den guten Zweck

Modebegeisterte und Schnäppchenjägerinnen aufgepasst: Am 5. April 2025 lädt der Soroptimist International Club Lüneburg zum Benefiz-Kleidermarkt in die Ratsbücherei Lüneburg ein. Unter dem Motto „Mode, Schnäppchen und Nachhaltigkeit“ können Besucherinnen ab 15 Uhr hochwertige Secondhand-Mode und stilvolle Accessoires zu kleinen Preisen erwerben – und damit gleichzeitig gemeinnützige Projekte unterstützen.

Engagement für Frauen und Mädchen weltweit

Der Benefiz-Kleidermarkt hat Tradition: Bereits 2010 veranstaltete der Soroptimist Club Lüneburg sein erstes Event dieser Art in den historischen Räumen der Ratsbücherei. Seitdem nutzen die engagierten Clubmitglieder diese Gelegenheit, um mit den Verkaufserlösen gezielt Projekte für Frauen und Mädchen zu fördern.

„Mit jedem gekauften Kleidungsstück leisten unsere Besucherinnen einen direkten Beitrag zur Unterstützung von Frauen und Mädchen in schwierigen Lebenssituationen“, sagt Clubpräsidentin Birgit Meyer-Thaut. Die Erlöse des Marktes fließen unter anderem in die Law-for-School-Webinare gegen Cybermobbing, Mädchenfußball-Projekte, Schutzräume für von Gewalt betroffene Frauen und Initiativen wie „Altern in Würde“.

Soroptimist International: Ein starkes Netzwerk berufstätiger Frauen

Der Soroptimist International Club Lüneburg ist Teil von Soroptimist International (SI), einer der weltweit größten Nichtregierungsorganisationen berufstätiger Frauen. Mit 29 Mitgliedern engagiert sich der Lüneburger Club für Gleichstellung und bessere Lebensbedingungen von Frauen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.

Der Benefiz-Kleidermarkt ist öffentlich und der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsdetails:
Datum: Samstag, 5. April 2025
Ort: Ratsbücherei Lüneburg, Am Marienplatz 3
Zeit: 15:00 – 17:00 Uhr

Für Rückfragen und weitere Informationen steht der Soroptimist International Club Lüneburg gerne zur Verfügung.

Kontakt für Fragen:
Soroptimist International Club Lüneburg
E-Mail: anne-katrin.schwanitz@mail.de
Website: www.clublueneburg.soroptimist.de

Ein voller Erfolg: Femmage an Hedwig Dohm begeistert Lüneburg

Mehr Stolz, ihr Frauen!

Am 20. Februar erlebte das Forum der Musikschule in Lüneburg eine ausverkaufte und ganz besondere Veranstaltung: Unter dem Titel "Mehr Stolz, ihr Frauen!" luden der Lüneburger Club von Soroptimist International, die Gleichstellungsbeauftragten der Hansestadt und des Landkreises Lüneburg, das Literaturbüro und die Literarische Gesellschaft zu einer Femmage an Hedwig Dohm ein.

Die szenisch-kabarettistische Lesung brachte die Visionen, die Scharfsinnigkeit und den bissigen Humor der Schriftstellerin und Pionierin der Frauenbewegung Hedwig Dohm (1831-1919) auf die Bühne. Das Publikum zeigte sich begeistert von der Darbietung des Hedwig-Dohm-Trios, bestehend aus der Historikerin Nikola Müller, der Germanistin Isabel Rohner und dem Schauspieler Gerd Buurmann, die Leben und Werk Dohms eindrucksvoll und unterhaltsam präsentierten.

Ein Abend voller Anerkennung und Feminismus

In ihrer Begrüßung zeigte sich Birgit Meyer-Thaut, Präsidentin von Soroptimist International Club Lüneburg, ob der ausverkauften Ränge begeistert: "Volles Haus. Sie verwies auf die Wertschätzung für die Arbeit aller Beteiligten. Sie dankte unter anderem Jule Gronau, Stellvertreterin von Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch für ihre anerkennenden Worte sowie den Gleichstellungsbeauftragten Karin Fischer (Hansestadt Lüneburg) und Viktoria Wilke (Landkreis Lüneburg) und Corinna Kayser von der Musikschule für die hervorragende Zusammenarbeit.

Meyer-Thaut hob hervor, dass Soroptimist International eine weltweite, dynamische Nicht-Regierungsorganisation mit mehr als 70.000 berufstätigen Frauen sei, die sich für Menschenrechte, Frieden und internationale Verständigung einsetzt. Besonders freute sie sich über die Unterstützung durch das Literaturbüro mit Kerstin Fischer, die Literarische Gesellschaft sowie die Musikschule Lüneburg unter der Leitung von Gesa Kayser.

Hedwig Dohm: Eine Stimme, die bis heute nachhallt

Die Veranstaltung machte einmal mehr deutlich, dass Hedwig Dohms Ideen zur Gleichberechtigung der Frauen, zum Pazifismus und zur sozialen Gerechtigkeit nichts an Aktualität verloren haben. Schon 1873 forderte sie als erste deutsche Autorin das Frauenwahlrecht und prangerte die gesellschaftliche Ungleichheit an. "Menschenrechte haben kein Geschlecht!", schrieb sie bereits 1876 – eine Botschaft, die bis heute in feministischen Diskursen nachhallt.

Dohm würde heute sicher eines fordern: Auch, dass Frauen ihre Stimme nutzen, um für Demokratie und Gleichberechtigung einzutreten. "Rechtspopulistische Demagogen greifen unsere Demokratie nicht nur in Deutschland, sondern weltweit an. Wer wählt, übernimmt Verantwortung!“, so Meyer-Thaut anlässlich der dem anstehenden 50-jährigen Jubiläum des UN-Weltfrauentags und der Bundestagswahl am 23. Februar.

Ein Abend mit Tiefgang und Humor

Neben den tiefgehenden historischen und politischen Einblicken kam auch die Unterhaltung nicht zu kurz. Meyer-Thaut lud das Publikum ein, sich "auf eine Veranstaltung nach dem Motto: Es darf viel gelacht werden und später gehen alle klüger nach Haus!" zu freuen – ein Versprechen, das das Hedwig-Dohm-Trio vollends einlöste. Die Schauspiel- und Leseeinlagen wurden mit großem Applaus bedacht, die Wortgefechte und die ironische Schärfe von Dohms Texten sorgten für zahlreiche Lacher, aber auch nachdenkliche Momente.

In der Pause nutzten viele Besucher:innen die Gelegenheit, am Bücherstand der Buchhandlung "Bücher Am Lambertiplatz" Werke von und über Hedwig Dohm zu entdecken oder sich an den Infoständen der Soroptimistinnen zu informieren. Besonders erfreulich war die Unterstützung durch Clubschwestern aus Pinneberg, die extra für die Veranstaltung angereist waren.

Ein starkes Zeichen für die Zukunft

Mit der ausverkauften Veranstaltung setzten die Veranstalterinnen ein deutliches Zeichen für die Notwendigkeit feministischer Debatten in der Gegenwart. "Mehr Stolz, ihr Frauen!", rief Meyer-Thaut zum Abschluss des Abends aus – ein Appell, der angesichts von Hedwig Dohms Lebenswerk und den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit nicht an Relevanz verliert.

Mit begeistertem Applaus verabschiedete sich das Publikum von einem inspirierenden Abend, der gezeigt hat: Die Geschichte der Frauenbewegung lebt – und sie wird weitergeschrieben!

Lüneburger Soroptimistinnen finanzieren Webinare gegen Cybermobbing an Lüneburgs Schulen

Digitale Gefahren für Jugendliche

Die zunehmende Nutzung digitaler Endgeräte macht es für Jugendliche unerlässlich, sich kritisch und reflektiert mit den Herausforderungen der digitalen Welt auseinanderzusetzen. Cybermobbing, Cybergrooming und die unkontrollierte Verbreitung persönlicher Bilder sind Themen, die Schulen zunehmend beschäftigen. Um Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Eltern für die rechtlichen und sozialen Folgen zu sensibilisieren, hat der Lüneburger Club Soroptimist International (SI) Webinare des Programms "Law4school" für Schulen in der Region finanziert.

Hohe Nachfrage nach Webinaren

Im Rahmen einer Ausschreibung im September hatten 13 Oberschulen, Gesamtschulen und Gymnasien aus Lüneburg, Adendorf, Scharnebeck, Bardowick und Embsen die Möglichkeit, sich für die Teilnahme an einem altersgerechten Webinar zu bewerben. Ursprünglich plante der Club, drei Schulen zu unterstützen, doch aufgrund der hohen Nachfrage entschied sich SI Lüneburg, sechs Schulen zu fördern. "Die Resonanz war enorm, schon einen Tag nach der Ausschreibung hatten wir zahlreiche Bewerbungen", sagt Nicola Busch, amtierende Präsidentin des SI-Clubs. Ihre designierte Nachfolgerin Birgit Meyer-Thaut ergänzt: "Die Begleitschreiben der Schulen haben gezeigt, dass der Bedarf an Schulungen enorm ist. Deshalb haben wir kurzfristig die Anzahl der geförderten Schulen erhöht."

Diese Schulen beteiligen sich

Die teilnehmenden Schulen - die Hugo-Friedrich-Hartmann Oberschule, das Bernhard-Riemann-Gymnasium, die IGS Embsen, die Wilhelm-Raabe-Schule, die Schule am Schiffshebewerk/Gymnasium Scharnebeck und das Gymnasium Odeme - setzen bereits auf Prävention und erhalten nun zusätzliche Unterstützung durch die "Law4school"-Webinare. Diese werden von der Rechtsanwältin Gesa von Schwerin durchgeführt und informieren über die rechtlichen Konsequenzen für Opfer und Täter sowie die psychischen Auswirkungen von Cybermobbing. Neben den Schulklassen finanziert SI Lüneburg auch Webinare für Lehrkräfte und Eltern, um das Bewusstsein für digitale Gewalt umfassend zu schärfen.

Erschreckende Zahlen aus aktueller Studie

Der Bedarf an Präventionsarbeit ist laut aktuellen Studien groß: Eine Erhebung des Bündnisses gegen Cybermobbing in Kooperation mit der Barmer Krankenkasse zeigt, dass fast ein Fünftel aller Schülerinnen und Schüler in Deutschland betroffen sind - das entspricht mehr als zwei Millionen Jugendlichen. Besonders alarmierend: 13 Prozent der Betroffenen greifen aus Verzweiflung zu Alkohol oder Drogen, 26 Prozent haben Suizidgedanken geäußert. "Diese Zahlen sind erschreckend und zeigen, dass dringender Handlungsbedarf besteht", betont Karina Holst von SI Lüneburg.

Unterstützung und zukünftige Projekte

Um die Finanzierung weiterer Projekte zu sichern, plant der Club in den kommenden Monaten verschiedene Aktionen zur Mittelbeschaffung. "Wir wären dankbar, wenn uns Bürgerinnen und Bürger oder Unternehmen als Sponsoren unterstützen würden", so die Soroptimistinnen. Interessierte können sich per E-Mail an programmdirektorin@clublueneburg.soroptimist.de wenden.

Hintergrund

Soroptimist International ist eine weltweit aktive Organisation berufstätiger Frauen, die sich gesellschaftspolitisch engagieren. Der Club setzt sich für die Bekämpfung von Gewalt ein, insbesondere von digitaler Gewalt in sozialen Medien.

Ein Beinbruch bringt Fußball-Frauen Glück

Soroptimistinnen übergeben Trikots

Manchmal entstehen die besten Ideen durch unerwartete Begegnungen: Nicola Busch, Präsidentin des Soroptimist International Club Lüneburg im Jahr 2024, kurierte einen Beinbruch mit der Unterstützung der Physiotherapeutin Lisa-Marie Rinke aus. Während der Krankengymnastik-Übungen erzählte Busch begeistert von den Zielen und Aktionen der Soroptimistinnen, einem internationalen Netzwerk beruflich engagierter Frauen. Lisa-Marie Rinke hingegen schwärmte von den Fußball-Frauen der Eintracht Lüneburg, wo sie mit Louisa Brauer seit 3 Jahren zusammenspielte.

„Die Unterstützung von Frauen in unterschiedlichen Bereichen ist ein zentrales Ziel der Soroptimistinnen.“

Beide Frauen erkannten schnell die gemeinsame Vision: voneinander lernen und einander stärken. Ein Vortrag über Fußballregeln ermöglichte den Sorores (den Mitgliedern des Soroptimist Clubs) Einblicke in die Welt des Fußballs, während im Gegenzug Spiele der Frauenmannschaft besucht wurden. Aus dieser Verbindung entstand eine Idee: die Unterstützung der Frauenmannschaft durch ein Trikot-Sponsoring.

Neue Trikots für Trikots für die 2. Damenmannschaft der Eintracht Lüneburg

Am 29. Dezember 2024 war es dann so weit: Die neuen eleganten, grauen Trikots der 2. Damenmannschaft der Eintracht Lüneburg wurden übergeben. Das Logo des Soroptimist International Club Lüneburg prangt nun stolz auf den Trikots – ein Zeichen für starke Frauen und gemeinsames Engagement. „Die Unterstützung von Frauen in unterschiedlichen Bereichen ist ein zentrales Ziel der Soroptimistinnen“, sagt Nicola Busch bei der feierlichen Übergabe. „Mit diesem Sponsoring zeigen wir, wie vielseitig und fördernd unsere Netzwerke wirken.“

Die Frauenmannschaften der Eintracht Lüneburg sind seit 2005 ein fester Bestandteil des Vereins und haben sich über die Jahre zu einem erfolgreichen Team in der Landesliga entwickelt. Mit Engagement und Leidenschaft treten sie sowohl auf als auch neben dem Platz für einen starken Zusammenhalt ein.

 

Über Soroptimist International
Soroptimist International ist eine weltweit agierende Institution berufstätiger Frauen, das sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen einsetzt. Mit Aktionen und Projekten auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene engagieren sich die Mitglieder für Bildung, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit.

Über die Eintracht Lüneburg Frauenmannschaften
Die Frauenmannschaften der Eintracht Lüneburg zeichnen sich durch ihren Teamgeist und kontinuierliche sportliche Erfolge aus. Mit der aktiven Förderung des Frauenfußballs und der Ausbildung junger Talente setzen sie ein Zeichen für Gleichberechtigung im Sport.

Web

Fotos: Lisa-Marie Rinke


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