Digitale Medien sind aus dem Alltag von Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Doch mit den Chancen des Internets gehen auch Risiken einher: Cybermobbing, Cybergrooming und die unkontrollierte Verbreitung persönlicher Bilder sind ernste Probleme, die gravierende Folgen haben können.
Laut der aktuellen "Cyberlife"-Studie ist fast ein Fünftel aller Schülerinnen und Schüler in Deutschland von Cybermobbing betroffen. Mehr als jeder vierte Betroffene hat Suizidgedanken geäußert. Diese alarmierenden Zahlen machen deutlich: Aufklärung und Prävention sind dringend notwendig.
Der Lüneburger Club Soroptimist International (SI) setzt sich aktiv gegen Cybermobbing ein und möchte Schulen dabei unterstützen, Jugendliche, Lehrkräfte und Eltern umfassend zu sensibilisieren. In Zusammenarbeit mit dem Verein Prävention 2.0 e.V. finanziert der Club die Teilnahme von Schulen an den renommierten "Law4School"-Webinaren der Rechtsanwältin Gesa von Schwerin. Diese Webinare klären über Rechte und Pflichten im digitalen Raum auf und zeigen eindringlich die rechtlichen und psychologischen Konsequenzen von Cybermobbing.
Ursprünglich sollten drei Schulen unterstützt werden – doch die Resonanz war überwältigend. Bereits am ersten Tag der Ausschreibung im September 2024 gingen zahlreiche Bewerbungen ein. Der SI Club Lüneburg entschied daraufhin, sieben Schulen im Schuljahr 2025/2026 zu fördern:
Die Präventionsarbeit endet nicht nach einem Schuljahr. Damit die Schulen weiterhin von den "Law4School"-Webinaren profitieren können, plant der SI Club Lüneburg eine Fortsetzung des Projekts bis 2027. Dafür werden weitere finanzielle Mittel benötigt, denn die Vereinsmittel allein reichen nicht aus.
Mit einer gezielten Förderung können wir die nachhaltige Bekämpfung von Cybermobbing ermöglichen und eine echte Veränderung bewirken. Die Webinare erreichen bis zu 1.000 Schülerinnen und Schüler, 600 Lehrkräfte und 1.800 Eltern – eine große Gemeinschaft, die durch Aufklärung und Dialog gestärkt wird.
Jede Spende hilft, das Projekt fortzuführen und noch mehr Schulen zu erreichen. Werden Sie Sponsor oder Sponsorin und setzen Sie ein Zeichen gegen Cybermobbing! Kontaktieren Sie uns unter: programmdirektorin[at]clublueneburg.soroptimist.de.
Eines der großen Anliegen des weltweit größten Netzwerkes berufstätiger Frauen, Soroptimist International ist die Beseitigung jeglicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Daher engagieren sich die Mitglieder des Lüneburger Clubs seit vielen Jahren mit Kampagnen wie „Orange the World“, den Aktionstagen der UN Women zur Beseitigung der Gewalt an Mädchen und Frauen. Aber auch die praktische Umsetzung möchten die Clubmitglieder in der Region fördern.
Daher wird wiederholt an das Lüneburger Frauenhaus gespendet. So z.B. die Einnahmen aus der Tombola im Ostpreußischen Landesmuseum, dem vorweihnachtlichen Mistelverkauf, dem Kleidermarkt und die Zuwendungen zum 20- jährigen Bestehen unseres Clubs in Höhe von insgesamt 4.800 Euro an das Lüneburger Frauenhaus gespendet.
Für betroffene Frauen und ihre Kinder ist das Frauenhaus oft der einzige Zufluchtsort. In akuten Krisen erhalten die Frauen Unterstützung bei der Neuorientierung, Hilfe bei der Entwicklung neuer Lebensperspektiven sowie ganz praktische wie auch seelische Begleitung. Für viele beginnt hier der erste Schritt in ein gewaltfreies Leben – ein Weg hin zu eigener Unabhängigkeit und finanzieller Absicherung. Sozialpädagogische Mitarbeiterinnen begleiten sie dabei einfühlsam und kompetent. Träger des Frauenhauses ist der Verein Frauen helfen Frauen e.V. Lüneburg, der jede Unterstützung gebrauchen kann.
Weiteres auch hier
In Deutschland sind Frauen deutlich häufiger von Altersarmut als Männer betroffen – niedrige Löhne, Teilzeitarbeit und familiäre Care-Verpflichtungen hinterlassen Spuren bis ins Rentenalter. Jede fünfte Frau in Deutschland ist im Alter armutsgefährdet – ein stilles, aber drängendes gesellschaftliches Problem. Immer mehr Frauen geraten daher im Alter in eine sehr schwierige Situation, die ihnen die gesellschaftliche Teilhabe fast unmöglich macht. Gespart wird auch am dringend benötigten Friseurbesuch, an der Fußpflege oder anderen Dingen, die für das Wohlbefinden wichtig sind. Hier setzen wir an: Wir verschenken Gutscheine an bedürftige Frauen, mit denen sie sich genau diese Dinge in ihr Leben zurückholen können.
Als Partner haben wir das Senioren- und Pflegeheim der DRK-Augusta-Schwesternschaft und das Seniorenzentrum Alte Stadtgärtnerei in Lüneburg an unserer Seite, die dafür sorgen, dass die Gutscheine genau dort landen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Die Resonanz auf das 2020 gestartete Projekt ist sehr positiv. Die Gutscheine sind eine wichtige praktische Hilfe und sorgen vor allen Dingen für Freude und mehr Lebensqualität. Die damit verbundene Wertschätzung kommt an.
Jede Stunde werden mehr als 14 Frauen Opfer von Partnerschaftsgewalt. (2022, Bundeskriminalamt)
Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache, sondern ein großes Problem in allen gesellschaftlichen Gruppen. Betroffenen fällt es oft sehr schwer, nach erlebter häuslicher oder sexueller Gewalt, sofort zu entscheiden, ob sie eine Anzeige bei der Polizei erstatten wollen. Für ein mögliches späteres Verfahren ist eine zeitnahe Spurensicherung jedoch sehr wichtig. Deshalb gibt es niedersachsenweit die Netzwerk ProBeweis-Untersuchungsstellen.
Wichtig ist: Handeln Sie möglichst direkt nach der Tat, führen Sie keine Körperreinigung durch und bewahren Sie mögliche Spurenträger (Kleidung, Bettwäsche) auf.
Hier bekommen Sie vertraulich Hilfe,
bevor Sie über eine Strafanzeige entscheiden müssen:
ProBeweis-Untersuchungsstelle in Lüneburg
Klinikum Lüneburg, Bögelstraße 1, 21339 Lüneburg
Speziell rechtsmedizinisch geschulte Ärztinnen und Ärzte beraten Sie und sorgen mit einer kostenlosen Untersuchung dafür, dass alle relevanten Befunde sachkundig und gerichts verwertbar dokumentiert werden. Diese Spuren werden für mindestens 3 Jahre gesichert. Die ärztliche Schweigepflicht bleibt gewahrt.
Weitere Informationen unter: www.probeweis.de
Mit freundlicher Unterstützung von:
Claassen Initiative Schützt die Opfere.V., Lüneburg Lünebeauty, Inhaberin Claudia Nitsche, Lüneburg
Orange The World – worum geht es?
Der 25. November jedes Jahres wird im Rahmen der UNiTE-Kampagne des UN-Generalsekretärs als Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen begangen. Die Orange Days beginnen jedes Jahr am 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, und finden ihren Abschluss am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte.
Die Vereinten Nationen wollen mit dem „Orange Day“ auf die fortgesetzte Gewaltanwendung gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen. Orange repräsentiert als leuchtende und optimistische Farbe eine Zukunft frei von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Die Kampagne soll die Gesellschaft und die Verantwortungsträger aufrütteln und dazu bewegen, aktiv gegen Gewalt an Frauen vorzugehen.
Orange The World – was wir tun
Die Verhinderung von Gewalt gegen Frauen ist der Schlüssel zur vollen Verwirklichung der Grundrechte von Frauen. Wir wollen „mit Farbe“ und verschiedenen Aktionen auf das Thema aufmerksam machen.
Demonstration
Bereits im November 2021 - 2025 haben wir einen Schweigemarsch zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten sowie weiteren Partnerorganisationen initiiert. In diesem Jahr findet die Demo am 25.11.2026 von 15:30 Uhr bis 17:30 Uhr statt. Start ist am Landkreis Lüneburg, Auf dem Michaeliskloster 4.
Neben den Soroptimistinnen rufen zu dieser Demonstration auch die Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Landkreis Lüneburg, der Kriminalpräventionsrat mit dem Runden Tisch (RT) gegen Gewalt in der Familie sowie eine Vielzahl von Institutionen und Initiativen auf.
Beleuchtung des Lüneburger Rathauses
Viele berühmte Gebäude leuchteten schon in Orange, um auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen: das Empire State Building in New York, die Pyramiden in Gizeh, das Europa-Parlament in Brüssel oder die Allianz-Arena in München.
Pünktlich zum offiziellen Beginn der „Orange Days“ wird das Lüneburger Rathaus wie schon 2018-2024 ab dem 25. November in Orange erstrahlen und damit ein weithin sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen.
Gewalt gegen Frauen kommt nicht in Tüte
Seit 2020 haben wir über 100.000 orangefarbene Brötchentüten produziert, auf denen die Kontaktdaten überregionaler und regionaler Einrichtungen verzeichnet sind, die von Gewalt betroffenen Frauen Hilfe bieten. Als Kooperationspartner konnten wir von Anfang an die Bäckerei Harms gewinnen. In den Filialen der Bäckerei Harms werden Brötchen und andere Produkte während der Orange Days in dieser besonderen Tüte verpackt. Die "Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte"-Tüte soll möglichst viele Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten erreichen und betroffenen Frauen und Mädchen Mut machen, sich an eine der Einrichtungen zu wenden, die Hilfe anbieten.
Lesezeichen, Bänke im Stadtraum
Von 2021-2023 wurden Lesezeichen als Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Kindern gemeinsam mit dem Kriminalpräventionsrat und der Gleichstellungsbeauftragten produziert und in diversen Buchhandlungen und Bibliotheken ausgelegt.
In 2022 stellten wir Bänke im Lüneburger Stadtraum - am Marktplatz, am Ochsenmarkt, vor der Ratsbücherei, in der Grapengießerstraße und Am Sande - während der gesamten Orange The World Days mit dem Slogan „Hier ist kein Platz für Gewalt an Frauen“ auf.
Zeigen auch Sie Ihre Unterstützung, indem Sie in diesen Tagen Ihr Fenster Orange beleuchten, Ihre Umwelt in Orange markieren, orangefarbene Kleidung tragen oder zur Demonstartion kommen!
Warnzeichen einer toxischen Beziehung
Wir Soroptimistinnen sind der Meinung, dass man physische und psychische Gewalt rechtzeitig verhindern kann, wenn man auf Warnzeichen achtet. Gibt es in Deiner Beziehung Hinweise auf Eifersucht, Kontrolle oder Wut? Dann informiere Dich hier über die Zeichen einer toxischen Beziehung, um Dich vor häuslicher Gewalt zu schützen.
Mehr informationen zu den acht Warnzeichen gibt es hier.
Die beiden Bänke wurden pünktlich zum 18. Geburtstag des SI Clubs Lüneburg 2021 im sogenannten „Kabinett“ im Kurpark aufgestellt. Die Bänke laden alle Lüneburgerinnen und Lüneburger sowie die Gäste unserer Stadt ein, sie zu nutzen, um Gedanken schweifen zu lassen, Ruhe zu finden, in der Sonne zu sitzen, zu lesen, Gesprächspartner zu finden und Freunde zu treffen.
Mit Bäumen fing es an … Vor 100 Jahren war „Save the Redwoods“ das allererste Projekt von Soroptimist International. Als der erste Club im kalifornischen Oakland gegründet wurde, ging es darum, die letzten verbliebenen Mammutbäume Kaliforniens vor den Holzfällern zu retten. Mit diversen Baumpflanzaktionen will Soroptimist International zum 100. Geburtstag nicht nur an diese mutigen Frauen erinnern, sondern ihre Ideen in die Zukunft tragen. #PlantTrees
Auch Lüneburg war Teil der weltweiten Lesung der UN-Menschenrechtscharta . Der Lüneburger Club von Soroptimist International organisierte 2017 zusammen mit dem VFLL, Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren e.V., die Lesung der Charta vom Lüneburger Rathaus. 30 Personen haben die 30 Artikel der UN-Menschenrechtscharta von 1948 aus dem Fenster des Lüneburger Rathauses zur Marktzeit verlesen und so auf die Aktualität der Charta aufmerksam gemacht. Ein Informationsstand vor dem Rathaus auf Höhe der Tourismusinformation lud zum anschließenden Austausch ein.
Wir leben plötzlich in einer Zeit, in der Selbstverständlichkeiten demokratischer Gesellschaften in großer Geschwindigkeit abgeschafft oder relativiert werden – so der Respekt gegenüber dem Justizwesen oder der Pressefreiheit. Selbst die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948, die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 und schließlich die Zugehörigkeit europäischer Staaten zur Europäischen Union werden nun auch von einigen westlichen Staatsmännern und -frauen sowie AnwärterInnen auf führende Posten in Frage gestellt. Mit den Entwicklungen beginnt auch der für Europäer nach dem Zweiten Weltkrieg so selbstverständliche Frieden auf ihrem eigenen Kontinent fragil zu werden. Aus diesem Grund rief das internationale literaturfestival berlin (ilb) kulturelle und politische Institutionen, Schulen, Universitäten, Medien und interessierte Personen dazu auf, anknüpfend an den Geist der Versammlung der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 an die in den 30 Artikeln beschriebenen Essentials der Menschenrechte mit einer weltweiten Lesung zu erinnern und damit an das „von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.“ (Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948) Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Vortragenden und bei den Unterstützern!
Den Wortlaut der Erklärung der Menschenrechte finden Sie in über 500 (!) Sprachen auf der Website der UN hier
Auf Deutsch hier
Unter dem Motto Awareness (Bewusstmachen), Advocacy (Bekennen), Action (Bewegen) unterstützen wir mit Geldspenden die Projekte der Deutschen Union, der Europäischen Förderation und der Weltunion von SI.
Der SI-Club Lüneburg fördert Jugend, Kultur, Erziehung und Bildung, die Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen sowie die internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Völkerverständigung. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei regionalen Projekten und Institutionen, die wir in der Vergangenheit unterstützt haben:
Laufende regionale Förderungen:
SI-Club Lüneburg – weitere regionale Förderungen gingen an: