Bänke für den Kurpark

Die beiden Bänke wurden pünktlich zum 18. Geburtstag des SI Clubs Lüneburg am 29. Juni 2021 im sogenannten „Kabinett“ im Kurpark aufgestellt. Die Bänke laden alle Lüneburgerinnen und Lüneburger sowie die Gäste unserer Stadt ein, sie zu nutzen, um Gedanken schweifen zu lassen, Ruhe zu finden, in der Sonne zu sitzen, zu lesen, Gesprächspartner zu finden und Freunde zu treffen.

Der erste Club von Soroptimist International wurde am 3. Oktober 1921 in Oakland, Kalifornien gegründet. Mittlerweile engagieren sich rund 70.000 Mitglieder weltweit in 118 Ländern in über 2.900 Clubs Soroptimistinnen gesellschafts-politisch, befassen sich mit Fragen der rechtlichen, sozialen und beruflichen Stellung der Frau und vertreten die Position der Frauen in der öffentlichen Diskussion. Der Lüneburger Club wurde 2003 gegründet und besteht zur Zeit aus 26 engagierten Frauen.

Orange the world – Stand up for Women: Soroptimistinnen stehen auf

Aktionstage der UN Women und Soroptimist International zur Beseitigung der Gewalt an Mädchen und Frauen vom 25. November (Tag gegen Gewalt an Frauen) bis zum 10. Dezember (Tag der Menschenrechte). Die Lüneburger Soroptimistinnen sind mit Aktionen dabei!

 

Orange The World – worum geht es?

Der 25. November jedes Jahres wird im Rahmen der UNiTE-Kampagne des UN-Generalsekretärs als Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen begangen. Die Orange Days beginnen jedes Jahr am 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, und finden ihren Abschluss am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte.
Die Vereinten Nationen wollen mit dem „Orange Day“ auf die fortgesetzte Gewaltanwendung gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen. Orange repräsentiert als leuchtende und optimistische Farbe eine Zukunft frei von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Die Kampagne soll die Gesellschaft und die Verantwortungsträger aufrütteln und dazu bewegen, aktiv gegen Gewalt an Frauen vorzugehen.

Und das ist dringend notwendig:

Eine aktuelle Studie für das Jahr 2019, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 10.11.2020 vorgesteltt hat, kommt zu dem Ergebnis, dass jede 3. Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexueller Gewalt betroffen ist. Etwa jede 4. Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren Partner oder früheren Partner. Im Jahr 2019 ist statistisch betrachtet an fast jedem 3. Tag eine Frau durch die Tat ihres Partners oder Ex-Partners gestorben. Durchschnittlich alle 45 Minuten wird eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner angegriffen oder verletzt. Opfer von Partnerschaftsgewalt sind zu über 81 Prozent Frauen. Betroffen sind Frauen aus allen sozialen Schichten und in jedem Alter.  Die Dunkelziffer von Gewalt in Paarbeziehungen ist erheblich. Experten gehen von einer Dunkelziffer von rund 75 bis 80 Prozent aus. Zusammen mit den angezeigten Straftaten bedeutet dies jährlich über eine halbe Million Fälle von häuslicher Beziehungsgewalt.

Mädchen, die körperliche Auseinandersetzungen zwischen den Eltern miterleben, erleiden im Erwachsenenalter mehr als doppelt so häufig Gewalt durch den Partner als Frauen, die keine Zeuginnen von elterlicher Gewalt geworden sind.

Es gibt noch keine aussagekräftigen Studien hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der zu deren Eindämmung erforderlichen Maßnahmen auf das Gewaltproblem. Aus der Gewaltforschung ist jedoch bekannt, dass Stressfaktoren wie räumliche Enge, die etwa durch Quarantäne, Home Office, Schulschließungen und Kurzarbeit entstehen, sowie finanzielle Sorgen durch Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder Gefährdung einer selbstständigen Tätigkeit Gewalt fördern. Seit Beginn der Corona-Krise gab es in mehreren Bundesländern eine Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt. In Berlin beispielsweise verzeichnete die Gewaltschutzambulanz im Juni 2020 einen Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/haeusliche-gewalt/haeusliche-gewalt/80642?view=DEFAULT

www.tagesschau.de/inland/beziehungsgewalt-bka-statistik-101.html

 

Orange The World – was wir tun

Die Verhinderung von Gewalt gegen Frauen ist der Schlüssel zur vollen Verwirklichung der Grundrechte von Frauen.

Wir wollen „mit Farbe“ und verschiedenen Aktionen auf das Thema aufmerksam machen.

Beleuchtung des Lüneburger Rathauses

Viele berühmte Gebäude leuchteten schon in Orange, um auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen: das Empire State Building in New York, die Pyramiden in Gizeh, das Europa-Parlament in Brüssel oder die Allianz-Arena in München.

Wie bereits in den Jahren 2018 und 2019, gehört das Lüneburger Rathaus auch in diesem Jahr wieder dazu: Pünktlich zum offiziellen Beginn der „Orange Days“ wird das Lüneburger Rathaus am 25. November 2020 ab 18.00 Uhr in Orange erstrahlen und damit ein weithin sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen.

Realisiert wird die orangefarbene Rathausbeleuchtung mit der freundlichen Unterstützung der Lüneburg Stadtmarketing GmbH.

Gewalt gegen Frauen kommt nicht in Tüte

Wir haben 15.000 orangefarbene Brötchentüten eingekauft, auf denen die Kontaktdaten überregionaler und regionaler Einrichtungen verzeichnet sind, die von Gewalt betroffenen Frauen Hilfe bieten. Als Kooperationspartner konnten wir die Bäckerei Harms gewinnen. In den Filialen der Bäckerei Harms werden Brötchen und andere Produkte ebenfalls ab dem 25.11.2020, solange der Vorrat reicht, in diese besondere Tüte verpackt. Die "Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte"-Tüte soll möglichst viele Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten erreichen und betroffenen Frauen und Mädchen Mut machen, sich an eine der Einrichtungen zu wenden, die Hilfe anbieten. 

Zeigen auch Sie Ihre Unterstützung, indem Sie in diesen Tagen Ihr Fenster Orange beleuchten, Ihre Umwelt in Orange markieren, orangefarbene Kleidung tragen oder ihren Nachbarn ein paar Brötchen in einer "Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte"-Tüte zukommen lassen. 

Schaufenster der Buchhandlung Lünebuch

Obwohl wir Herrn Orthey, den Inhaber der Buchhandlung Lünebuch, erst wenige Tage vor Beginn der Orange the Wold Days angesprochen haben, hat er sofort seine Unterstützung zugesagt. Die Buchhandlung Lünebuch wird mit einem in Orange gestaltetem Schaufenster dabei sein, in dem Literatur zum Thema "Beseitigung von Gewalt gegen Mädchen und Frauen" ausgestellt wird. Auf diese Weise ist das Thema mitten in der Lüneburger Fußgängerzone für die Dauer der Orange the World Days präsent und vielen Menschen zugänglich.

 

Wir bedanken uns bei Frau Harms von der Bäckerei Harms, Herrn Schneider von der Stadtmarketing GmbH und Herrn Orthey von der Buchhandlung Lünebuch für die tarkräftige Unterstützung.  

www.staerker-als-gewalt.de

www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/society/20161118STO51823/orange-the-world-nein-zu-gewalt-gegen-frauen

 

 

 

 

Rückblick: Lesung der UN-Menschenrechtscharta

06.09.2017 vom Lüneburger Rathaus auf den Marktplatz

Lesung der Menscherechte, Lüneburg von Soroptimist International


Auch Lüneburg war am Mittwoch den 6. September 2017 um 11 Uhr Teil der weltweiten Lesung der UN-Menschenrechtscharta . Der Lüneburger Club von Soroptimist International, der weltweit größten Vereinigung berufstätiger Frauen, organisierte zusammen mit dem VFLL, Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren e.V., die Lesung der Charta vom Lüneburger Rathaus. 30 Personen haben die 30 Artikel der UN-Menschenrechtscharta von 1948 aus dem Fenster des Lüneburger Rathauses zur Marktzeit verlesen und so auf die Aktualität der Charta aufmerksam gemacht. Ein Informationsstand vor dem Rathaus auf Höhe der Tourismusinformation lud zum anschließenden Austausch ein.

 

Lesung der Menschenrechte, Soroptimist International, Club Lüneburg

Die Vorlesenden im Fürstensaal des Rathauses


Wir leben plötzlich in einer Zeit, in der Selbstverständlichkeiten demokratischer Gesellschaften in großer Geschwindigkeit abgeschafft oder relativiert werden – so der Respekt gegenüber dem Justizwesen oder der Pressefreiheit. Selbst die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948, die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 und schließlich die Zugehörigkeit europäischer Staaten zur Europäischen Union werden nun auch von einigen westlichen Staatsmännern und -frauen sowie AnwärterInnen auf führende Posten in Frage gestellt. Mit den Entwicklungen beginnt auch der für Europäer nach dem Zweiten Weltkrieg so selbstverständliche Frieden auf ihrem eigenen Kontinent fragil zu werden. Aus diesem Grund rief das internationale literaturfestival berlin (ilb) kulturelle und politische Institutionen, Schulen, Universitäten, Medien und interessierte Personen dazu auf, anknüpfend an den Geist der Versammlung der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 an die in den 30 Artikeln beschriebenen Essentials der Menschenrechte mit einer weltweiten Lesung zu erinnern und damit an das „von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.“ (Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948) Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Vortragenden und bei den Unterstützern!


 Lesung der Menschenrechte
 Blick aus dem Fenster des Rathauses auf den Marktplatz
 
 
Die Lesung wurde unterstützt durch


Den Wortlaut der Erklärung der Menschenrechte finden Sie in über 500 (!) Sprachen auf der Website der UN hier
Auf Deutsch hier
Logo UN

 

Wir unterstützen lokale Projekte

Unter dem Motto Awareness (Bewusstmachen), Advocacy (Bekennen), Action (Bewegen) unterstützen wir mit Geldspenden die Projekte der Deutschen Union, der Europäischen Förderation und der Weltunion von SI.
 
Der SI-Club Lüneburg fördert Jugend, Kultur, Erziehung und Bildung, die Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen sowie die internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Völkerverständigung. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei regionalen Projekten und Institutionen, die wir in der Vergangenheit unterstützt haben:

Laufende regionale Förderungen:

  • Wohlfühlgutscheine (Friseurbesuch, Fußpflege) für bedürftige Seniorinnen im Alten- und Pflegeheim der DRK Augusta Schwesterschaft in Lüneburg
  • Beteiligung an der Finanzierung eines Deutschland Stipendiums für eine Studentin der Leuphana Universität
  • Museum Lüneburg, Ermöglichung von Museumsbesuchen durch Kostenübernahme


SI-Club Lüneburg – weitere regionale Förderungen gingen an:

  • Elterntalk" der AWO
  • "LüneRanzen" zusammen mit den anderen Lüneburger Service Clubs
  • Fenster zum Leben", Volkshochschule Lüneburg, Vorbereitungskurs Hauptschulabschluss für Migrantinnen mit Kinderbetreuung
  • AWO: Internationale Mädchengruppe Kaltenmoor
  • AWO-Sozialdienste, Elterntalk
  • Drobs
  • Einzelförderung einer Bildhauerin
  • Förderverein der Ratsbücherei Lüneburg; Buchrestaurierung, Buchneuanschaffungen
  • Frauenhaus Lüneburg
  • Freundeskreis Hospiz
  • Hauptschule Stadtmitte
  • Il Canto Del Mondo e.V.
  • Johannes-Rabeler-Schule, Klassenprojekt
  • Kunstraum Tosterglope
  • Kunstschule IKARUS
  • Leseförderung Lüneburg
  • Musikschule Lüneburg; Musikinstrumente Anschaffung
  • PädIn, Projekt Lichtblick, Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • Rock your Life! Unterstützung von Schülern bei der Berufsfindung
  • SalinO, Gedichte für Wichte
  • Stadt Lüneburg: Internationales Haus, Weihnachtgeschenke für Bewohnerkinder
  • Tageseltern e.V., Netzwerk
  • Theater im e-novum
  • Universität Lüneburg: Gender-Forschungsarbeit
  • Volkshochschule Lüneburg, -VHS, Alphabetisierungskurse, Kurse zum Nachholen des Schulabschlusses Mütterkurus zur Erlangung des Hauptschulabschlusses
  • u.v.m.

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